Archive for the ‘Gewaltprävention’ Category

Taekwondo - Kampfsport zur Gewaltprävention

Montag, September 27th, 2010

Kämpfen im Sportunterricht - Taekwondo gilt seit 2006 als Schulsport

Dass  gerade  diese Kampfsportart bei Kindern und Jugendlichen zur Gewaltprävention eingesetzt wird, klingt zunächst wie ein Wiederspruch.  Doch dieser Wettkampf bietet grosse Chancen, das haben wissenschaftliche Untersuchungen und Erfahrungen aus der Praxis bewiesen.

Gewaltprävention

Bild: Gewaltprävention … weil es bereits Gewalt unter Kindern gibt. Taekwondo als Schulsport soll helfen. © Schemmi / PIXELIO

Der sportliche Wettkampf - und hier vor allem Taekwondo - fördern eine ausgeprägte Wertevermittlung wie Toleranz, gegenseitiger Respekt und Achtung, Gruppenbewusstsein und Disziplin - die Grundpfeiler von Taekwondo.

Fachleute aus dem Sozialwesen und der Schulsportentwicklung haben über 2 Jahre hinweg intensiv an der Erstellung einer geeigneten Konzeption für den Schulsportunterricht gearbeitet. Gefördert werden soll die Entwicklung motorischer, konditioneller und koordinativer Grundlagen, die auch sportübergreifend von grosser Bedeutung sind und Wege zur Gewaltprävention zum Ziel haben.

Schon 2008 fand die erste zertifizierte Ausbildung zum “Taekwondo-Lehrer-im-Schulsport” statt. Praktizierende Sportlehrer und Lehramtsstudenten wurden von Taekwondo-Meistern mit Trainerlizenz ausgebildet. Inzwischen sind es weit über 70 ausgebildete Trainer, die erfolgreich mit Schulen zusammenarbeiten.

“Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, sich miteinander zu  messen. Sie lernen im sportlichen Wettkampf  den Umgang mit eigener und fremder Aggression, sie erfahren unmittelbare körperliche Kraft, lernen das Verarbeiten von Sieg und Niederlage, entwickeln Selbstdisziplin und verbessern ihre Wahrnehmungsfähigkeit im Umgang mit anderen.

Mit der Zeit wächst so ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein. Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg, ist überzeugt: Pädagogisch gelenktes Kämpfen kann dazu führen, dass Jugendliche den Gegner als Partner respektieren lernen, dass sie am eigenen Leib den Zuammenhang spüren zwischen dem, was sie tun, und dem, was sie damit bewirken.”

Taekwondo - ein Weg zur Gewaltprävention!

Getreu dieser Idee hat die deutsche Taekwondo-Jugend 2006 das Projekt “Taekwondo als Schulsport“zur Gewaltprävention  ins Leben gerufen.

[Quelle: Weser-Kurier, Timo Sczuplinski]

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“Nicht mit mir!” Initiative Gewaltprävention

Montag, September 13th, 2010

Aggressionen und Gewalthandlungen unter Kindern und Jugendlichen

Gewaltprävention ./. Handschellen

Bild: Handschellen ./. Gewaltprävention. Handschellen - soweit soll es nicht kommen. Die Polizeigewerkschaft arbeitet mit Gewaltpräventions- Maßnahmen. Dazu gehört die Broschüre zum download “Nicht mit mir!” © Rainer Sturm / PIXELIO

Immer öfter werden Lehrer, Eltern und Polizisten mit diesen Erscheinungsformen konfrontiert.  Oft kann dies bereits mit einfachen Mitteln verhindert werden.

Bereits seit 2008 unterstützt der Landesbezirk Sachsen-Anhalt der Gewerkschaft der Polizei das Gewaltpräventionsprojekt “Nicht mit mir!” - starke Kinder schützen sich, Motto: “Fit und sicher!”

Zu lernen, wie man sich in gefährdeten Situationen richtig und angemessen verhält, sich gegebenenfalls wehrt, das ist Ziel des Projektes.  Kinder und Jugendliche erfahren hierbei, wie sie  bei möglichen Auseinandersetzungen im Vorfeld die Konflikte mit Verstand und Empathie anstelle körperlicher Gewalt lösen können.

In den Kursen werden Strategien für eine mögliche Gegenwehr erlernt und das Auge für Gefahrensituationen geschärft.

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Das Projekt zur Gewaltprävention hatte bisher großen Erfolg und die steigenden Nachfragen nach  der Broschüre hierzu hat uns zu einer Neuauflage veranlaßt.

Insbesondere nach akuten Meldungen und Vorkommnissen in der näheren Umgebung häufen sich die Anfragen der besorgen Eltern,  Schulen und Kindertagesstätten  zu Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen.

Dahinter steht der verständliche Wunsch, schüchterne und unsichere Kinder und Jugendliche  zu stärken, Opfer aus ihrer Situation herauszuholen und generell Kinder in ihrem  Selbstverantwortungswillen zu sicherem Verhalten zu ermutigen.

Mit der Broschüre zur Gewaltprävention unterstützt die Polizeigewerkschaft diese sinnvolle Projektidee und gibt eine Übersicht über Prävention/Ansprechpartner hierzu und erfolgreiche Projekte.

[Quelle:  Gewerkschaft der Polizei - Landesbezirk Sachsen-Anhalt - Gewaltprävention Iniative]

Klicken Sie HIER um die Broschüre Broschüre der Polizeigewerkschaft: Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Selbstverteidigung “Nicht mit mir!” als PDF-Datei herunterzuladen!

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Gewaltprävention “Faustlos”

Donnerstag, August 26th, 2010

Mit dem Phänomen Gewalt kommen leider oft auch Kinder schon  in Berührung.

Es ist wichtig, frühzeitig und nachhaltig etwas dagegen zu tun.

Bad Cambach-Erbach.
Gewalt
- in den Medien, auf Sportplätzen, Schulen und bei Großveranstaltungen ist das Thema täglich präsent.

Gewalt

Bild: Gewalt ist schon im Kinderumfeld bemerkbar. Hier heißt es frühzeitig gegensteuern. © Jutta Rotter / PIXELIO 

Frühzeitig gegen Gewalt vorgehen - Gewaltprävention

Frühzeitig entgegenzusteuern, damit die Kinder nicht der Gewalt -wie auch immer-ausgeliefert sind - das hat sich die Leiterin der Erbacher “Kinderwelt” Annette Zinndorf vorgenommen. Dazu wurde eine Referentin des Heidelberger Präventionszentrum gegen Gewalt mit dem Seminarthema “Faustlos“  in die Räume der “Kinderwelt” eingeladen.“Faustlos” ist ein Projekt der Gewaltprävention mit den 3 Teilen “Umgang mit Ärger und Wut“, “Empathiebildung” und “Impulskontrolle“.

Teilgenommen haben 20 Erzieherinnen und 1 Erzieher sowie ein Mitglied des Elternbeirats der Regenbogenschule.

Frau Karin Klenz vermittelte den Interessenten sehr anschaulich, wie sie den Kindern der Erbacher “Kinderwelt” durch spielerischen Umgang zeigen können, daß und wie Probleme ohne Gewalt lösbar sind.  Durch positive Einflüsse (Kinder lernen durch das Vorbild des einfühlsamen Erwachsenen) kann schon bestehendes aggressives Verhalten gemildert und abgewehrt werden.

Gewaltprävention

Bild: “Faustlos” - Einsatz für Emotionalität und Sozialität als Gewaltprävention für Kinder. © TimmyS / PIXELIO  

“Faustlos” für Emotionalität und Sozialität

“Wir können in unserer “Kinderwelt” nicht nur Feste feiern. Unser Personal möchte sich einem so wichtigen Thema annehmen und sich weiterbilden. Wir setzen damit den Bildungsplan in Bezug auf Emotionalität und Sozialität um.  Das soll auch die Öffentlichkeit wissen”, sagte Annette Zinndorf während des Seminars.

Die Erbacher “Kinderwelt” besteht aus dem Kindergarten, der Kindertagesstätte, dem Hort und der Hilfe für Grundschulkinder. 140 Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren werden dort betreut. Ein Bravo and die engagierten Gemeindemitglieder!

[Quelle:  Nassauische Neue Presse 23.08.2010]

Gewaltprävention - der Schlüssel zum Glück?

Bild: Gewaltprävention - der Schlüssel zum Glück? Gewaltpräventions- Seminare gibt es schon ab 1. Klasse, Grundschule. © Uli Carthäuser / PIXELIO  

Hier drei Gewaltpräventions- Seminar Beispiele

“Giraffensprache”  - Seminar für Schüler / Schülerinnen
Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg

Dies ist die Sprache der “Gewaltfreien Kommunikation” (nach Marshall B. Rosenberg).

“Das Wort-Reich” - Seminar für Schüler / Schülerinnen

Bewältigung durch Beschreibung (Kommunikation)

Gewaltprävention - Seminar für Schüler / Schülerinnen

Mobiles Seminarangebot zur Vermeidung von Gewalt an Schulen für jede Schulform, bundesweit

Wenn Sie sich für Seminare zur Gewaltprävention für SchülerInnen interessieren, besuchen Sie unsere Internetseite

www.aureliaev.de.

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Projektförderung für Jugend, Umwelt und Gewaltprävention

Mittwoch, August 25th, 2010

Tuttlinger Bürgerstiftung fördert Gewaltprävention sowie Jugend und Umwelt

Die Stiftung will sich für Projekte wie “Jugend und Umwelt” mit Aktionen beteiligen, die bei Kindern, Jugendlichen und  jungen Erwachsenen das Bewußtsein für ökologische Themen wecken.

Umweltpädagogik

Bild: Umweltpädagogik. Umweltpädagogische Klassenfahrten werden von Aurelia eV gefördert. © Rainer Sturm / PIXELIO

Gewaltprävention ist der zweite Schwerpunkt und soll Projekte fördern, die auf innovative Art dazu beitragen, daß Gewalt vermieden wird.  Aktionen, die das Thema Gewalt sensibilisieren, konkrete Hilfestellungen und entsprechende Schulungen werden angeboten.

“Im Rahmen der offenen Projektförderung können aber auch Projekte außerhalb dieser Kategorien bezuschußt werden”. :-)  Nähere Infos unter Tel.: 07461 - 99 - 201.[Quelle: suedkurier.de, 21.08.2010]

Gewaltpräventions- Seminare europaweit auf Klassenfahrten

Gewaltprävention

Bild: Klassenfahrten mit Seminaren für Gewaltprävention und Kommunikation organisiert gegen eine geringe Service- Gebühr Aurelia eV. © Markus Wegner - Parszyk / PIXELIO

Aurelia eV hat beste Kontakte zu zertifizierten mobilen Trainer für Gewaltprävention. Wir helfen Ihnen Gewaltpräventions- Seminare auch in Ihre Klassenfahrten einzubauen. Sprechen Sie uns an unter +49 (0)228- 92983733 oder lesen Sie mehr dazu im Aurelia Klassenfahrten Blog.

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Gewaltprävention als Schulkonzept

Montag, August 9th, 2010

Laut einem Bericht der Gemeinschafts-Hauptschule Westerkappeln/Lotte (Ganztagsschule) kann Gewaltprävention auch Spaß machen uns dabei noch sehr effektiv sein. An dieser Schule lernen und arbeiten rund 550 Menschen vom Morgen bis zum späten Nachmittag zusammen. Die eher ruhige und familiere Atmosphäre dieses Hauses erklärt sich aus der Einsicht, daß Gewaltprävention immer Vorrang hat.

Ein fester Klassenraum wird hier als “pädagogische Heimat” definiert. Ein Klassenlehrer ist hier eine “stabile Größe”, zumal er nicht nur unterrichtet, sondern den Klassenverband mindestens 12 Stunden pädagogisch stärkt. Klassenlehrer, Beratungslehrer, Vertrauenslehrer und Schulsozialarbeiter kennen sich und die Schüler und arbeiten eng zusammen. Immer nach dem Motto: “Erziehen, unterrichten, beraten”.

Unterricht und Sportangebote sowie Kreativ- und Entspannungsangebote in Arbeitsgemeinschaften wechseln sich ab, denn Konzentrationsfähigkeit kann niemand den ganzen Tag über aufbringen. Auch die Mittagspause ist nicht nur zum Essen da, 5 Lehrer stehen für Pausenangebote wie Sport, Tanzen oder Lesen in der Biblothek zur Verfügung. Die Schüler lernen nicht nur miteinander, sie Leben miteinander.

Natürlich gibt es auch Meinungsverschiedenheiten. Damit konstruktiv umzugehen lernen die Schüler z.B. im Sozialtraining, wofür 1 Jahr lang 2 Wochenstunden eingeplant sind, in denen der Klassenlehrer nur als Beobachter fungiert.

Ein Kollege, der an einer Fortbildung nach dem Modell zweier Psychologen teilgenommen hat, trainiert beispielsweise, Körpersprache und Gesichtsmimik einzuordnen. Auch der konstruktive  Umgang mit Konflikten gehört dazu. Viele Schüler lassen sich zu “Streitschlichtern” ausbilden und bemühen sich zu verhindern, daß sich ein Konflikt hochschaukelt.

Ab der 6. Jahrgangsstufe ändert sich das soziale Training. Man fragt sich evtl. “welcher Lerntyp bin ich”? Es werden Methoden vermittelt, das Lernen zu erleichtern und Stress und Leistungsdruck abtzubauen.

Wichtig ist auch immer, mit den Eltern in Kontakt zu bleiben, denn Eltern und Lehrer wollen ja beide, daß das Kind die Schule gut meistert und erwachsen wird. Dieses Konzept wird auch in den Jahrgängen 7 und 8 fortgesetzt mit den zusätzlichen Themen wie Suchtgefahr und Rauchen oder Liebe und Freundschaft.

In den Klassen 9 und 10 bestimmt die anstehende Berufsorientierung das Coaching durch Lehrer und Berufsfachkräfte, wozu auch  in der 10. Klasse die Berufspraktia beitragen. Immer aber auch sollte nicht vergessen werden: “Auch wenn ich eine 5 in Englisch geschrieben habe, bin ich ein wertvoller Mensch, und es ist egal was ich mache, wenn ich in meinem Beruf zufrieden bin.” Wenn ein Schüler dieses verinnerlicht, ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan.

Dieses Modell kann nur mit einem engagierten und motivierten Kollegium und in Zusammanarbeit mit dem Jugendamt, der Polizei und nicht zuletzt mit einem geeigneten Jugendtreff funktionieren.

Achtsamkeit und Wertschätzung, sowie Zeit für unsere Kinder sind die wichtigsten Voraussetzungen, um Aggressionen zu verhindern.

[Quelle: Borkener Zeitung 22.07 .2010]

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Über “Das Ende der Geduld” von Kirstin Heisig

Dienstag, August 3rd, 2010

Postum erscheint das Buch der Jugendrichterin K. Heisig über ihren Kampf gegen Jugendgewalt und wirkt wie ein Fazit ihrer Arbeit

…ebenso der ihr, nach ihrem Tod verliehene Orden: Bul le mérite - des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

Kirsten Heisig war Jugendrichterin an Deutschlands größtem Amtsgericht in Berlin-Tiergarten, mit einer 20-jährigen Erfahrung in der Berliner Strafjustiz.

Gedanken über die Deutsche Justiz

Bild: Gedanken über die Deutsche Justiz. Justizia mit Paragraphen im Hintergrund. © Thorben Wengert / PIXELIO

Wenn die Jugendrichterin die “Karrieren” jugendlicher Krimineller schildert, die von unglaublicher Rohheit und Brutalität sind, ohne daß jemand sie stoppt, so trifft das nicht nur im Berliner Problembezirk Neukölln zu, sondern hat bundesweit Gültigkeit - zumindest in größeren Städten.

“Überall dort dürfte es auch Belege geben für Eltern, die mit diesen Kindern völlig überfordert sind. Aber auch für die Hilflosigkei, mit der diverse Behörden nebeneinanderher agieren, die mangelnde Bereitschaft, über die eigene Zuständigkeit hinaus zu handeln und Maßnahmen zu koordinieren.” “Landesinnenminister fordern geschlossene Heime für Strafunmündige in allen Bundesländern - mal wieder”.
[Zitate: DIE ZEIT, 29.07.2010]

Für jene, die Richterin K. Heisig, zur “Richterin Gnadenlos” abstempeln wollen, sei Folgendes gesagt:

Härtere Strafen lehnte sie ab, ebenso hielt sie es für angebracht, das mildere Jugendrecht auch für 18 - 21 Jahre alte Erwachsene anzuwenden. Sie war Fürsprecherin für das derzeitige Jugengerichtssystem und dessen Erziehungsgedanken - wenn es denn konsequent angewendet wird.

Kirstin Heisig sagte: “Wenn wir nicht rasch und konsequent handeln, wenn wir unsere Rechts- und Werteordnung nicht entschlossen durchsetzen, werden wir den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren”.

Wer sich über Seminare für Projekttage und -wochen an Schulen zum Thema Gewaltprävention erkundigen möchte, kann mehr dazu erfahren unter www.aureliaev.de.

Neu: Aurelia eV konzipiert individuelle Klassenfahrten- Programme für Gewaltprävention und Kommunikation.

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Gewaltprävention - Amoklauf an Schulen

Donnerstag, Juli 8th, 2010

Früherkennung eines möglichen Amoklaufs an Schulen

In Baden-Württembeg startet demnächst an mehreren Schulen ein Projekt, das Warnsignale potentieller Amokläufer besser erkennbar machen soll.

Gewaltpävention gegen Amoklauf an Schulen

Bild: Gewaltpävention - Amoklauf an Schulen. Mit Mythen aufräumen und früh präventiv tätig werden. Dieser junge Mann ist kein Amokläufer.
© Winter / PIXELIO

Der Entwicklungs-Psychologe Herbert Scheithauer von der Freien Universität Berlin hat hierzu einige Interessante Feststellungen getroffen. Demnach sollte mit Mythen und Vorstellungen aufgeräumt werden die besagen:

  • Potentielle Amokläufer (Schüler) leben zurückgezogen,
  • Potentielle Amokläufer (Schüler) sind sozial ausgeschlossen,
  • Potentielle Amokläufer (Schüler) spielen Gewalt-Videospiele,
  • Potentielle Amokläufer (Schüler) sind in Waffen vernarrt oder drohen schon im Vorfeld.

Dies alles kann leicht zu Falschbeschuldigungen führen. Es gab Täter, die wegen Depressionen psychiatrisch behandelt wurden und irgendwann trotzdem schossen.
Das Projekt, das hier vertreten wird, setzt auf sehr viel frühere Erkennung von Gefahr. Es kommt in diesen Fällen oft zu einem sogenannten “Leaking-Phänomen”.Das bedeutet, daß eine Tat angedroht wird, gewaltverherrlichende Fantasien ausgelebt werden und evtl. auch Waffensammlungen mit in die Schule gebracht werden, mit denen man sich dann brüstet.

Wenn ein Schüler sich plötzlich isoliert, sollte das immer für jeden Lehrer ein Grund sein, nicht wegzugucken, sondern direkt mit einem Schulpsychologen Verbindung aufzunehmen. Es handelt sich mit Sicherheit um einen Schüler, der dringend in irgendeiner Form Hilfe oder Unterstützung braucht, ohne jetzt als zukünftiger Amokläufer verdächtigt zu werden.

In Köln ist in den letzten Jahren ein dichtes Netz von Schulpsychologen aufgebaut worden, daß sich bisher bestens bewährt hat.

Das Motto sollte daher lauten “Hingucken anstatt Weggucken”. Früherkenung ist das einzige Mittel, um Gefahren von vornherein auszuschließen.

Lesen Sie hier weiter:

Seminare zur Gewaltprävention
Gewaltpräventions-Seminare für/während Klassenfahrten

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16,3 Millionen Euro für Gewaltprävention

Dienstag, Mai 25th, 2010

Land Baden-Württemberg investiert 16,3 Mill. Euro für Gewaltpräventionsprogramme an Schulen

Mehr Schulspsychologen und Beratungslehrer an Schulen

Wie die “Schwäbische Zeitung” vom 20.05.2010 bekannt gab, wird für die “gesamte Schullandschaft im Südwesten” 16,3 Millionen Euro für Gewalt-Präventionsarbeit an Schulen bereitgestellt.

Ein Schwerpunkt bildet die Präventionsarbeit an Schulen. Hierfür ist eine Verdoppelung von Schulpsychologen und Beratungslehrern vorgesehen, sagte die Kultusministerin Marion Schick. Auch die mobile Jugendarbeit soll gefördert werden. Vorbild sind die Konzepte des norwegischen Psychologen Dan Olweus*. “Dazu gehören gemeinsam in der Klasse verabredete Verhaltensregeln, aber auch ein Leitbild für die ganze Schule”, sagte Frau Marion Schick. In 80% der Schulen im Land würde bereits mit einzelnen Bausteinen eines solchen Konzepts gearbeitet.

Das Ziel sei es, “Gewalt deutlich zu vermindern und die Beziehungen unter den Schülern spürbar zu verbessern” Das Thema Prävention ist der Schlüssel, wenn man Gewaltexzesse an Schulen weniger wahrscheinlich machen will. Ein entspanntes Klima macht die Schulen nicht nur sicherer; Gewaltpräventions-Programme bieten auch die Chance, ein besseres Lernumfeld zu schaffen. Von solchen Konzepten, aber auch von Schulpsychologen und Beratungslehrern, provitieren nicht nur die Sorgenkinder. Investitionen in diesem Bereich sollten daher Priorität haben.

Bekämpfung von Internetkriminalität

Einen weiteren Schwerpunkt legt die Landesregierung BaWü auf die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Durch zusätzliche Angebote soll an den Schulen der vernünftige Umgang mit dem Internet gelehrt werden.

Innenminister Heribert Rech will ein verstärktes Augenmerk auf den Tatort Internet legen. Das Land stellt 15 Computerexperten ein, die quasi als Internet-Polizisten nach digitalen Spuren suchen. Dabei gehe es nicht nur um Amokandrohungen sagte Rech, auch im Bereich Kinderpornografie und terroristischen Aktivitäten sollen die neuen Experten fahnden.

Laut Innenminister Ulrich Goll, soll der Verfolgungsdruck im Internet erhöht werden, um aufgespürte Straftäter schnell vor Gericht zu stellen und bestrafen zu können. Dafür sind bei der Staatsanwaltschaft und den Gerichten insgesamt 18 neue Stellen vorgesehen.

[Quelle: Schwäbische Zeitung, Redakteur Armin Kübler]

*Literaturhinweis: Dan Olweus: Gewalt in der Schule. Was Lehrer und Eltern wissen sollten und tun können. Huber, Bern 1995, ISBN 3-456-82591-9.

Zunehmende Gewalt an unseren Schulen?

Donnerstag, Mai 20th, 2010

Gewaltpävention an Schulen wird immer wichtiger!

Keine Gewalt! © Aurelia eV

Die Hamburger Schulbehörde hatte kürzlich dazu aufgerufen, über die gestiegene Zahl von Gewalttaten an Schulen sachlich zu diskutieren, denn diese Zahl habe seit 2008 um ca. 30 % zugenommen. Man ist jedoch der Meinung, daß dieser Anstieg nicht ungewöhnlich sei, vielmehr würden jetzt mehr Vorfälle gemeldet. Der Anzeigepflicht käme man jetzt mehr und mehr nach. Es wurde auch auf die Situation in Berlin verwiesen, wo eine ähnliche Zunahme zu verzeichnen sei. Besonders stark angestiegen sei die Zahl der schwereren Fälle, etwa Sexual- und Raubstraftaten, gefährliche Körperverletzungen und sogar Waffendelikte.

Gewalttaten wurden von 173 Schulen gemeldet, im Vorjahr waren es 138 Schulen!

Dieses ist eine äußerst bedenkliche Entwicklung, die darstellt, daß Gewaltprävention an unseren Schulen unbedingt beachtet werden muß; eine Aufforderung an alle Lehrer/Innen und natürlich auch an die Eltern der Kinder.

Wenn wir nicht Zustände wie in einigen Amerikanischen Staaten haben wollen, ist ein sofortiges Handeln unabdingbar!

Es gibt genügend Seminar-Angebote zur Gewaltprävention, um wieder normale Schulverhältnisse herbeizuführen:

- z.B. Innerschulische Projekte zur gewaltfreien Komunikation
- Seminare für Schüler zur Gewaltprävention
- und Erlebnispädagogische Maßnahmen während Wandertagen.
- Neu: Gewaltprävention auf Klasssenfahrten

Lesen Sie hierzu mehr unter http://klassenfahrten.aureliaev.de

[Quelle der Daten und Zahlen: NDR, www1.ndr.de]

Vortrag zu Gewaltpävention in Buraldingen in Baden-Württemberg

Montag, Mai 17th, 2010

Zu dem Thema “Wo fängt Gewalt an und was können wir dagegen tun?” findet am 17.05.2010 um 19 Uhr im Buraldinger Pfarrsaal St. Fidelis ein großer Elternabend statt.

Die Veranstalter “Arbeitskreis Gewaltprävention” der städt. Kindergärten Burladingen, Gauselfingen und Killer und der kath. Kindergärten Hausen und Burladingen möchten den Eltern Infos vermitteln, die vielfältigen Aspekte von Gewalt zu erkennen und Tipps zur Vorbeugung und Bewältigung hierzu geben.