Wozu braucht man einen Jungenbeirat?

Was Jungs wollen und denken - das benachteiligte Geschlecht?

Pädagogik

Bild: Pädagogik. Was Jungen brauchen und wollen wird jetzt wieder erforscht. © S. Hofschlaeger / PIXELIO

Das “greife zu kurz”, man muß “genauer hinschauen” meint Sozialforscher Marc Calmbach, Direktor der Sozialforschung am Sinus-Institut für sozialwissenschaftliche Forschung in Berlin.  Im Beirat Jungenpolitik des Familienministerium werden ab Februar 2011 sechs Wissenschaftler beraten und herauskriegen, welche Männlichkeitsnormen Jungen im Kopf haben und wie sie damit umgehen.

Sind Jungs heute  das benachteiligte Geschlecht?

Daß derzeit die Jungen als das benachteiligte Geschlecht behandelt werden, ist eine pauschalierende Aussage, die man so nicht stehen lassen kann. Beweise dafür, daß Jungen durch die Feminisierung der Pädagogik die Verlierer im Bildungssystem sind, kann nicht belegt werden.

Was brauchen Jungen?

Die Geschlechterklischees sollen abgebaut werden und die Vielfalt der Geschlechter herausgestellt werden. Vom Beirat sollen Jungen ausgewählt werden und zu Wort kommen, die aus verschiedenen Bildungsschichten und unterschiedlichen Lebenswelten stammen. Hier soll herausgefunden werden was Jungen wirklich brauchen.

“Eine gewinnbringende Diskussion sollte sich loslösen von festgefahrenen Paradigmen, die auf Grabenkämpfe aus sind. Ich glaube, viele Jugendliche sind an dieser Stelle längst viel weiter als Erwachsene” sagte Frau Simone Schmollack.

[Quelle: Sozialforscher über Jungenpolitik “Mit Jungs reden”, taz.de, Simone Schmollack]

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