Universitäre Bildung nur für die Reichen?
Abiturienten und Studiengebühren - paßt diese Kombination noch in unsere Vorstellung von dem Slogan “gleiche Bildungchancen für alle”?
Bild: Chancengleichheit bei der Bildung. Buch - Brille. Ein Studium sollte für alle Begabten mit Abitur möglich sein. © Peter Kirchhoff / PIXELIO
Studiengebühren erhöhen naturgemäß die Hürden für die Aufnahme eines Studiums. Nicht jeder Abiturient kann seine Eltern hierfür zur Kasse bitten. Abiturienten aus Nicht-Akademiker-Familien sind laut Bildungsbericht der Bundesregierung mit ca. 73 % davon betroffen. Die Angst vor Überschuldung spielt bei Verzicht auf ein Studium - und sei das Talent auch noch so groß -meist die wichtigste Rolle.
Wie wichtig ist Chancengleichheit?
Angesichts des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels in unserer Wirtschaft braucht unser Land alle Begabungen. Chanchengleichheit und soziale Gerechtigkeit sind daher unabdingbar.
Die NRW-Landesregierung hat nun hierzu ein Gesetz in den Landtag eingebracht. Studiengebühren sollen demnach von bis zu 500 Euro pro Semester bis zum Wintersemester 2011/2012 abgeschafft werden. Das Studiengeld müßte dann den Hochschulen dauerhaft garantiert werden.
Sollte dieses gelingen, wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Ein Studium sollte jedem talentierten Schulabgänger mit Abitur zugänglich sein, es darf nicht nur den”Reichen” die Möglichkeit dazu gegeben werden. Bildung ist für alle da, und jeder muß in der Lage sein, seine Zukunft selbst zu gestalten.
Bleibt die Frage: Warum können nicht die Studiengebühren für finanziell schwächere Familien (gestaffelt) erlassen werden?
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